* Ergebnisse eines Workshops auf Einladung des Landschaftsverbands Rheinland und des mittendrin e.V. am 20.6.2015  

 

Wir sind Eltern von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Behinderungen, die Förderschulen oder allgemeine Schulen besuchen. Wir haben gemeinsam erarbeitet, welche Bedingungen allgemeine Schulen aus unserer Sicht erfüllen müssen, um den Anspruch unserer Kinder auf inklusive Schule zu erfüllen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Ausmaß, Qualität und Rahmenbedingungen des Gemeinsamen Lernens in Nordrhein-Westfalen erklären wir:

Wir alle wollen für unsere Kinder ein Leben in der Mitte der Gesellschaft und wir alle wollen für unsere Kinder Inklusion auch in der Schule. Es gibt an diesem Punkt keinen Gegensatz zwischen „Förderschuleltern“ und „Inklusionseltern“.

Offener Brief

 

Inklusion hat viele falsche Freunde

Sehr geehrter Herr Laschet, sehr geehrter Herr Lindner,

Sie bewerben sich als Spitzenkandidaten Ihrer Parteien um das Amt des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalens. Für Ihre Wahlkampf-Angriffe auf die amtierende Landesregierung haben Sie sich insbesondere das Thema Inklusion ausgesucht. Auf Ihrer Suche nach besonders schlagkräftigen Argumenten zeichnen Sie dabei geradezu katastrophische Bilder, benutzen bedrohliche Metaphern und ziehen Argumentationslinien, die unsere Kinder mit Behinderung als Störer von Schulfrieden und Bildung denunzieren. Als Eltern von Kindern mit Behinderung möchten wir Sie mit diesem Brief darauf aufmerksam machen, dass Sie mit ihrer parteipolitisch motivierten Rhetorik massiven Schaden anrichten.




Im Rahmen der Sendung Campus & Karriere wurde am 13.12.2016 im Deutschlandradio ein Beitrag über unsere Pressemitteilung #SokoSonderschule mit Blick auf das Verbändegespräch gesendet, im Studio waren Ingrid Gerber vom Landesvorstand GLGL NRW und am Telefon Frau Dr. Ehlers vom Verband Sonderpädagogik (vds) e.V. i hören Sie hier hinein.

 

 

 

Die hierzu gehörige Pressemitteilung des vds, die am Tag nach der Ausstrahlung des Films über Nenad veröffentlicht worden war, können Sie hier noch einmal nachlesen. Wir waren erstaunt, wie einsichtig und problembewusst sich der vds zu dem Film geäussert hatte.




Das nordrhein-westfälische Ministerium für Schule und Weiterbildung hat dem „Fachbeirat inklusive schulische Entwicklung“ Empfehlungen vorgelegt, die gegen Prinzipien der UN-Behindertenrechtskonvention verstoßen.

Der UN-Fachausschuss (CRPD), ein von den Vereinten Nationen eingesetztes Gremium zur internationalen Überwachung der Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, hat am 2. September 2016 einen Allgemeinen Kommentar zu Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in englischer Sprache veröffentlicht. Der Kommentar gibt Bund und Ländern eine verbindliche Auslegung des Rechts auf inklusive Bildung an die Hand, an der sich Deutschland im Rahmen der Staatenüberprüfung messen lassen muss.   

Der Kommentar stellt dezidiert heraus, dass inklusive Bildung ein fundamentales, bedingungsloses Recht aller Lernenden ist und kein Sonderrecht für Menschen mit Behinderungen. 

Ein Elternwahlrecht auf segregierte Bildungsangebote gibt es nicht. Elternrechte müssen sich dem Recht des Kindes auf inklusive Bildung unterordnen. Dieses Recht schließt das Recht, nicht diskriminiert und nicht segregiert zu werden, ein.   

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Kommentar von Dr. Brigitte Schumann erschienen auf bildungsklick.de: https://bildungsklick.de/schule/meldung/kurswechsel-in-nrw-statt-mangelverwaltung/




Unterforderter Förderschüler (16) erkämpft sich den Wechsel in die Gesamtschule

 

 

Von Seiten des Inklusionsfachverbands GLGL NRW forderten wir in der vergangenen Woche eine Sonderkommission Sonderschule "#SokoSonderschule", die bei sämtlichen Schülerinnen und Schüler der Sonderschulen überprüfen soll, ob sie tatsächlich eine Behinderung haben - unter Beteiligung der Eltern- und Inklusionsfachverbände.

Beitragsfoto:

Death to the Stock Photo