mittendrin e.V.


PRESSEMITTEILUNG

Keine "beste Bildung" für die Inklusion

Vom Schulministerium geplante "Neuausrichtung" der inklusiven Bildung enttäuscht auf ganzer Linie

6.7.2018 Der Elternverein mittendrin e.V. bezeichnet die so genannte "Neuausrichtung" der inklusiven Bildung durch Schulministerin Yvonne Gebauer als Enttäuschung auf ganzer Linie. "Frau Gebauer ist angetreten, bei der Inklusion alles besser zu machen", sagt mittendrin-Vorsitzende Eva-Maria Thoms, "statt dessen ist seitdem alles immer schlechter geworden. Eltern berichten uns vermehrt von Schulen, die sie abwimmeln wollen und offensichtlich davon ausgehen, dass sich das mit der Inklusion erledigt habe".

Wir veröffentlichen hiermit die heutige Pressemitteilung der Landesschüler*innenvertretung NRW, Gründungsmitglied des Bündnisses für inklusive Bildung NRW.

 

PRESSEMITTEILUNG der Landesschüler*innenvertretung NRW

 

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer bezieht Stellung gegen die Landesschüler*innenvertretung NRW: „Ich möchte keine Schule für Alle“

Düsseldorf, 06. Juli 2018. Bei einer Sitzung des Fachbeirats “Inklusive schulische Bildung” hat Ministerin Gebauer die Position ihres Ministeriums dargelegt, dass das Unterrichten von Schüler*innen mit Behinderung in Zukunft weiterhin zum Teil in Förderschulen stattfinden solle. Diese Haltung bestätigte sie heute in einer Pressekonferenz erneut. Die LSV NRW fordert hingegen - in Einklang mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung - den Abbau des Förderschulsystems und eine flächendeckende Verfügbarkeit inklusiver Bildung in Regelschulen. Bezogen auf die Frage der Gestaltung der Inklusion scheint derzeit keine gemeinsame Arbeitsgrundlage mit Ministerin Gebauer und dem Ministerium für Schule und Bildung gegeben zu sein.




Düsseldorf, 29. Juni 2018.  

Am 28. Juni 2018 stellte Schulministerin Yvonne Gebauer im “Fachbeirat inklusive schulische Bildung” ihre Eckpunkte zur “Neuausrichtung der Inklusion” vor.

Der Fachbeirat ist ein Gremium des Inklusionsbeirates des Landes NRW, dem Vertreterinnen und -vertretern von Menschen mit Behinderung, Schulträgern, Lehrkräften und weiteren schulfachlichen Verbänden angehören. Er berät die Landesregierung beim Aufbau eines inklusiven Bildungssystems.

Für den Vorstand des Inklusionsfachverbandes Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW (GLGL NRW) sind die vorgestellten Pläne Schritte in eine völlig falsche Richtung.  




 PRESSEMITTEILUNG GLGL NRW

Dortmund, 06.07.2018

 

Heute stellt NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer in einem Pressegespräch ihre Eckpunkte zur “Neuausrichtung der Inklusion” vor. Diese Neuausrichtung der inklusiven Schulentwicklung in Nordrhein-Westfalen stärkt allein die Sonderschulen. Für die inklusive Schulentwicklung gibt es dagegen keine verlässlichen, geschweige denn auskömmliche Ressourcen. Das Schulministerium unternimmt mehr Anstrengungen die Angebote an Sonderschulplätzen in der Fläche auszuweiten, als die Möglichkeiten für Schulen inklusiv zu unterrichten zu stützen und zu verbessern.




PRESSEMITTEILUNG

 

Breites Bündnis für inklusive Bildung in Nordrhein-Westfalen gegründet

Organisationen von Schülern, Eltern, Lehrern und Menschen mit Behinderung fordern gemeinsam mit den Sozialverbänden konkrete wirksame Maßnahmen für den Aufbau eines inklusiven Schulsystems

Düsseldorf, 18.6.2018

In Düsseldorf hat sich heute das neue „Bündnis für inklusive Bildung in Nordrhein-Westfalen“ vorgestellt. Auf der Pressekonferenz im Landtag kündigten Sprecher*innen des Bündnisses an, die Schulpolitik der Landesregierung in Hinblick auf Inklusion fortan genau zu beobachten und zu kommentieren.